Montag, 25. August 2014

Pap-Art, der Wettbewerb

In Ulm und um Ulm herum … da regt sich so allerlei Kreativität und nicht nur das, man will noch mehr davon sehen und das auch noch mit Bezug zum Werkstoff Papier.
Vor kurzem bin ich von Stefanie Eck, vom Online-Magazin http://www.stylonic.de, auf den Wettbewerb „Pap-Art“ aufmerksam gemacht worden, der von Frick Kreativbüro undOnlinedruckerei e.K. und Roxy Ulm initiiert wurde.
Wie bereits erwähnt und im Titel unschwer zu erkennen ist, soll Papier in jeglicher Form verarbeitet werden, dabei ist es egal, ob damit/ darauf “...gezeichnet, gebastelt, getackert, genäht, gefaltet, zerrissen oder geklebt…” wird. Was man aber wohl im Hinterkopf behalten sollte sind die Bewertungskriterien, an denen sich die Wettbewerbsjury orientieren wird. Diese sind:
- der Anteil an Papier und Pappe am Gesamtwerk
- die Idee
- der kreative Einsatz der Materialien Papier und Pappe
- die Ausführung und Qualität
- die Originalität und Einzigartigkeit
- die Konzeption/Erläuterung

Ja, Ihr habt richtig gelesen, “Erläuterung”. Neben dem Anmeldeformular soll auch kurz etwas zur Konzeption des Kunstwerkes gesagt werden. Dies ist die Möglichkeit, die Jury nicht darüber rätseln zu lassen, was der Künstler hier sagen wollte.

Um weiterhin wirklich gerecht zu bleiben, gibt es außerdem unterschiedliche Teilnahmegruppen, von Kleinkindern bis Erwachsenen und es können sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen teilnehmen.

So, nun seid Ihr an der Reihe! Erstellt Euer papiernes Kunstwerk und schickt es noch bis zum 10. Oktober nach Ulm zum Pap-Art Wettbewerb.
Für alle Informationen im Überblick gibt es hier noch einmal den Link zur Homepage: https://www.online-druck.biz/pages/pap-art/#start

P.S.: Weil es gerad fertig geworden ist und hochgeladen, hier noch die neueste und zunächst auch letzte Variation des Carmens Stern:

Donnerstag, 10. Juli 2014

Carmens Stern - Update

Vor einigen Tagen hatte ich über das Modell Carmens Stern berichtet. Darin stellte ich die vielen Variationen vor, die ich bisher gefunden hatte. Unzufrieden stimmte mich allerdings die bisherige Lösung für eine Kugel aus den Modulen. Da ich aber schon angedeutet hatte, dass ich an einer anderen Variante arbeite, war es abzusehen, dass ich bald mit den nächsten Ideen aufwarten werde.

Hier ist nun die für mich ganz andere Herangehensweise: Das Problem bei den 30-Modul Kugeln ist es, dass man immer 5 Teile zusammensetzt, das ist an sich möglich beim Carmens Stern, handhabt sich aber äußerst schwierig. Daher kam ich irgendwann auf die Idee einfach ein Verbindungsmodul mit einem "nicht-Verbindungsmodul" zu koppeln. Das Ergebnis hat mich wirklich begeistert und ermöglicht es nicht nur Kugeln herzustellen, sondern auch Kränze, die dann zum Beispiel an die Tür oder ein Fenster gehängt werden können. Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es aber, man braucht deutlich mehr Module pro Ball. Der kleine besteht aus 36 und der große aus 90 - allerdings sehr einfachen - Einzelteilen.


Some days ago I wrote about the model Carmen's Star. In this article I showed you the many variations I have found. The only thing I was unsatisfied with was globe version. As I already mentioned, that I was working on another variation, it was obvious that I come up with the new idea very soon.


Here it is, my brand new approach to this problem: The difficulty is that you have to connect 5 units if you want to build a 30 unit globe. That is possible for the Carmen module but very hard to handle. That's why I came up with the idea to combine a connective unit with a "non-connective" one. I was really excited by the result and it is not only the way to make globes, you can also make a wreath using this technique. The only not so good thing about it is, you need much more units. The small globe is made of 36 and the bigger one of 90 - but easy to fold - units.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Ori-S-Anada

Dieser Tage feiern gleich zwei nordamerikanische Nationen ihre Souveränität, genau Kanada wurde am ersten Juli 1867 souverän und die USA feierten am vierten Juli 1777 ihre Unabhängigkeit. Grund genug, die beiden Länder mal von der Origami Seite aus zu betrachten.

Beginnen wir mit dem Land, in dem es zwar relativ kalt ist, einem dies aber mit Nordlichtern und Ahornsirup erträglich gemacht wird. Ein Künstler, um den man nicht herumkommt, wenn es um Origami in Kanada geht, ist Joseph Wu. Er ist der Mann, der auf Conventions gerne mal sagt: „Nennt mir etwas, das ich falten soll und ich falte es.“ So erstellte er auf dem Origami Deutschland Treffen in Schwäbisch Gmünd zum Beispiel sein eigenes Gesicht.
Gemäß seinem Motto sind auch die Modelle, die er erstellt äußerst kreativ, wie eine Wolverine Maske, eine wunderschöne Kokeshi (mein Liebling)oder für seinen Sohn Figuren aus dem Computerspiel „Plants vs. Zombies“.
Kokeshi von Joseph Wu (Modell, Faltung, Foto) - Kokeshi by Joseph Wu (model, folding, photo)

Besonders passend zum Kanada Tag ist sein Trikot der Vancouver Canucks, seiner Lieblingseishockeymannschaft. Hierfür hat er sogar eine Videoanleitung erstellt und eine Druckvorlage veröffentlicht. Letztere lässt sich als pdf leider nicht mehr öffnen, doch auf der Seite „Vancouver is awesome“ gibt es eine JPG, die man dann einfach in ein Textdokument zum Ausdrucken einfügt.

Vancouver Canucks Trikot von Joseph Wu
Der zweite kanadische Origami Künstler, der mir sofort einfällt, ist Quentin Trollip (er ist in Südafrika geboren und aufgewachsen und lebt mittlerweile in Kanada). Er designed vor allem Tiere und erreicht dabei nicht nur eine sehr hohe Qualität, sondern auch eine große Auswahl an verschiedenen Arten. So gibt es beispielsweise einen Ara, einen Pudu (das ist eines kleinsten Hirscharten der Welt) und, mein absoluter Liebling, da es so charaktervoll gefaltet wurde, ein Erdferkel.
Erdferkel von Quentin Trollip (Modell, Faltung, Foto) - Aardvark by Quentin Trollip (model, folding, photo)

Am Pudu könnt Ihr Euch auch einmal selbst versuchen, denn Quentin hat dieses Modell freundlicherweise in der kostenfreien Zeitschrift „4 Esquinas“ in der 6. Ausgabe veröffentlicht.
Pudu designed by Quentin Trollip
Solltet Ihr irgendwann einmal in Kanada unterwegs sein und Origami Interessierte suchen, dann findet Ihr einen Überblick der bestehenden Gruppen auf der Seite Origami USA.
Und das ist dann auch die total zufällige Überleitung zum zweiten nordamerikanischen Land, das dieser Tage seine Gründung feiert, die USA.
Für die USA eine Auswahl an Origami Künstler zu treffen ist enorm schwer, denn es gibt sie hier in einer sehr hohen Anzahl. Hier ist eine kleine Auswahl (ohne Wertigkeit): Robert Lang, Eric Gjerde, Michael LaFosse, Bernie Peyton, Beth Johnson, Brian Chan, John Montroll und viele mehr.
Daher habe ich beschlossen, für diesen Teil eher auf vier Modelle einzugehen, die in irgendeiner Weise symbolisch für die USA stehen (können).
Den Anfang macht eine amerikanische Persönlichkeit, die weit über die Grenzen hinaus bekannt ist, Abraham Lincoln, der der 16. amerikanische Präsident und Anführer der Nordstaaten im Sezessionskrieg war. Sein Konterfei ziert den fünf Dollar Schein und wurde von Carlos González Santamaría (aka Halle) als Origami Maske gekonnte gestaltet. Die Anleitung ist in seinem Buch „Origami VIP“ zu finden.
Sehr stereotypisch geht es weiter mit einem Cowboy Hut, der einst von David Petty diagrammiert wurde.

Von einem Cowboyhut ist es dann auch nicht mehr weit bis zu diesem kleinen Kerlchen, der von Anita Barbour „Mus musculus, var. Famoso“ genannt wurde. Scrollt mal runter in den englischen Teil, vielleicht erkennt Ihr ihn ja.
Etwas anspruchsvoller und deshalb auch ohne Diagramm ist da die Flagge der USA, eindrucksvoll aus einem einzigen Blatt Papier gefaltet von Robert Lang. Ihr seid der Meinung, das kriegt Ihr hin? Na OK, Robert Lang war so gut und teilt mit der Internetgemeinde das Crease Pattern. Klickt einfach oben auf den Link zu Flagge und scrollt ein bisschen runter, da findet Ihr den Verweis auf des Crease Pattern.
US Flagge von Robert Lang (Modell, Faltung, Foto) - US flag by Robert Lang (model, folding, photo)

Zu guter Letzt sollte aber auch daran erinnert werden, dass diese Staatswerdungen nicht ohne ihre Schattenseiten vollzogen wurden. Sowohl auf dem Gebiet Kanadas, als auch in den heutigen USA gab es auch schon vor der Besiedlung durch die Europäer Menschen. Die Cherokee, Sioux, Choctaw und Irokesen wurden im Zuge der Eroberung des Kontinents gnadenlos verdrängt und ermordet. Daher soll das letzte Modell an eben diese indigene Bevölkerung erinnern:
Modell, Faltung und FOto von Joseph Wu - ich habe versucht einen eigenen Totempfahl zu falten, aber das Ergebnis war nicht vorzeigbar.

These days two North-American Nations are celebrating their independenceCorrect, on July the first Canadians celebrated the Canada Day and on July the fourth the USA celebrates the Independence Day. Reasons enough for me to have a look at the Origami side of those countries.

Let’s start with the state that can be quite cold, but helps us to stand this with the aurora borealis and maple syrup.
One artist, you have to know when you are talking about Origami in Canada is Joseph Wu. He is the man, who likes to say, “Tell me something you want me to fold and I will do it”, during conventions. As an example he folded his own face at the German meeting in Schwäbisch Gmünd.
According to this motto his models are very creative, like a Wolverine mask, a beautiful Kokeshi (my favourite) or the characters of “Plants vs. Zombies” he made for his son.
Wolverine Maske von Joseph Wu (Modell, Faltung, Foto) - Wolverine mask by Joseph Wu (model, folding, photo)

Perfect for the theme Canada Day is his shirt of the Vancouver Canucks, his favourite hockey team. He even made a video instruction for it and a printable template so you can make your own Canucks shirt. Unfortunately the pdf of the template can’t be downloaded anymore, but you can get a jpeg at the site “Vancouver is awesome”, which you can put into a text file and print.
Vancouver Canucks Shirt by Joseph Wu

The second Canadian Origami artist that comes to my mind is Quentin Trollip (he was born and raised in Southafrica and later moved to Canada). Mostly he designs animals which are not only high quality models but also represent a huge variety of different species. For example there is a Macaw, a Pudu (the smallest deer on earth) and my most favourite, because the model is shaped so expressively, an Aardvark.
As the artist was so kind to publish the diagram of the Pudu in the free magazine “4 Esquinas No.6”, you can try to fold your own little deer.
Pudu designed by Quentin Trollip
If you are travelling through Canada one day and want to see other Origamists, you can find a list of Canadian Origami Groups at the homepage of Origami USA.
And this leads us by total coincidence to the second celebrating North-American state, the USA.
For the USA it is very difficult to find one or two special Origami artists, because you find so many of them living there. Here are only some of them (without any ranking): Robert Lang, Eric Gjerde, Michael LaFosse, Bernie Peyton, Beth Johnson, Brian Chan, John Montroll and many more.
Therefor I’ve decided to show four models in this part that might be seen as a symbol of the USA. Let’s start with a person that is well known all over the world, Abraham Lincoln, the 16th president and the leader of the Union States during the Civil War. His portrait is on the five Dollar bill and was folded by Carlos González Santamaría (aka Halle) as an Origami mask in a quite impressive way. The diagram can be found in his book “Origami VIP”.
A very stereotypical symbol is this cowboy hat diagrammed by David Petty. See the photo above in the German part.
And when you’ve already folded the cowboy hat it is only a small step to come to this little fellow called “Mus musculus, var. Famoso“ by Anita Barbour. Do you recognize him?
Mouse designed by Anita Barbour
 A bit more challenging and therefor without diagram is this flag of the USA impressively folded out of a single sheet of paper by Robert Lang. You think you can do this? Well OK, Robert Lang was so kind to share the crease pattern with the community. Just klick on the link for the flag above and scroll a bit down, there you'll find the reference to the crease pattern.

In the end I also want to state out that the development of those two states had its darker side. As well in the area of Canada as in the United States there were other people living when the Europeans arrived at the new continent. For example the Cherokee, Sioux, Choctaw and Iroquois were suppressed and murdered during the conquest of the land. Therefor the last model shall remember the Native Americans.
Model, folding and photo by Joseph Wu - I tried to make my own totem pole but result was really lame.

Montag, 30. Juni 2014

Freitagstreffen - Friday Meeting

Am vergangenen Freitag war es wieder so weit und die Potsdamer Origami Gruppe traf sich im Albers, einem Lokal im S-Bahnhof Griebnitzsee. Damit können wir so langsam wieder sagen, dass wir uns tatsächlich regelmäßig treffen. Als wir uns vor fünf Jahren zusammenfanden, hatten wir es noch geschafft, einmal pro Woche zusammenzukommen. Doch dann kamen berufliche Veränderungen und die Treffen wurden rar. Im März hatten wir schließlich beschlossen, uns alle zwei Wochen zu treffen und einfach zu akzeptieren, dass nicht jedes Mal alle da sein können. So kann man nun zwei Mal pro Monat am festen Ort und zu fester Uhrzeit Origami in Gemeinschaft genießen.


Diese Woche waren wir nur in kleiner Gruppe vertreten. Aber es hat sich gelohnt, denn Robin (Praise Pratajev), Anya (Faltsucht) und Franzi (Flämingfalter) waren am Wochenende zuvor in Krakau und hatten an der dortigen Origami Convention teilgenommen. Neben kulinarischen Mitbringseln aus unserem östlichen Nachbarland brachten sie auch interessante neue Faltideen mit, wie ein Kranich auf einem Herz und ein Kranich, dessen Körper einen Becher bildet.


Es ist immer wieder ein Highlight der Woche für mich, mit der Gruppe zusammen zu kommen. Das Beste an diesen Treffen ist glaube ich, dass es keine strengen Vorgaben gibt. Man kann sich etwas zum Falten mitbringen oder jemanden um Hilfe bei einem Problem bitten. Andere oder man selbst bringen neue Ideen mit, die gleich ausprobiert werden können. Gerade wir drei ersten Mitglieder der Gruppe, Anya, Robin und ich, stellen immer wieder fest, dass wir seit 2009 einen riesen Entwicklungssprung gemacht haben und so viel besser im Origami geworden sind. Doch auch wenn einem mal nicht der Sinn nach Origami steht, kann man einfach zusammen sitzen, sich unterhalten und einen schönen Nachmittag genießen.


Vielleicht hab ich Euch ja ein wenig neugierig auf unsere Treffen gemacht, dann kommt doch einfach mal vorbei! Der jeweils nächste Termin steht immer hier auf dem Blog oben links in der Infoleiste. Auch diejenigen von Euch, die von außerhalb kommen können sich da angesprochen fühlen. Bei Eurem nächsten Besuch in Berlin springt Ihr einfach in die S-Bahn oder den Zug und kommt nach Potsdam, die viel schönere Stadt neben der Spreemetropole.

Last Friday we met again at our Origami meeting in Potsdam at a restaurant at the train station Griebnitzsee and I think from now on we can call it a regular meeting again. About five years ago when we started this, we even managed to meet every week. But as time went by we had job-related changes and the meetings became rare. In March we finally decided to meet every second week and accept the fact that not everyone will be able to join every folding session. So we found a fixed time and place to enjoy origami in company again.


This week there were only a few people there. But it was worth it, because Robin (PraisePratajev), Anya (Faltsucht) and Franzi (Flämingfalter) visited Kraków the weekend befor to join the Polish Origami Convention. In addition to some culinary presents from our eastern neighbour they brought some interesting new folding ideas, like a crane on a heart and a crown with a box as it’s body, to the meeting.

Every time it is the highlight of the week when the group is coming together. The best thing about the meetings is that there are no rules. You can bring along something to fold or ask for help if you have a problem. Others or you might bring along a new idea, which you’ll try there instantly. Especially to the three first members of the group, Anya, Robin and me, it seems that we improved our folding skills very much since 2009. But even if you are not in the mood to fold something, you can sit together, talk and enjoy an afternoon together.

Maybe I made you a bit curious about our meetings, so come and join us! Every upcoming date will be published on this blog in the upper left corner. Even if you live far away, you should think about it. During your next visit in Berlin you just hop on the train to Potsdam, the much more beautiful town next to the German capital.

Freitag, 27. Juni 2014

Carmens Stern – Tausend Möglichkeiten

Häufig werde ich gefragt, wie ich auf die Modelle gekommen bin, die ich mit der Zeit entwickelt habe. Meine Antwort klingt banal, aber so ist es nun mal, ich probiere einfach aus, was geht. Vielleicht gibt es ein Form, die mich interessiert oder eine Faltsequenz, die ich besonders spannend finde.
Ist ein Modell gefunden, das grundlegend funktioniert, beginne ich es zu optimieren – braucht man wirklich so viel Papier oder, wenn es aus einem Rechteck  gefaltet wird, geht es nicht auch aus einem Quadrat? In dieser Phase schaue ich auch, ob man einen Farbwechsel einbauen kann, also ein Modell bei dem man beide Seiten des Papiers sehen kann.

Manchmal muss ich mir an dieser Stelle eingestehen, dass es einfach nicht weiter geht. Das Modell, über das ich heute schreibe, stellt aber das absolute Gegenteil dar.
Alles begann 2012 mit einem kleinen Stern, den ich nach einer lieben Freundin "Carmens Stern" benannte. Immer wieder habe ich mir dieses Modell geschnappt und geschaut, ob man noch mehr damit anstellen kann. Ab und zu landete ich dabei in einer Sackgasse, meist dadurch bedingt, dass sich die Module jeweils überlappen. Doch bedeutend öfter fand ich etwas Neues. Mittlerweile kann ich schon auf eine kleine Kollektion an Modellen schauen, die alle auf dem gleichen Faltprinzip aufgebaut sind.
Genau diese Kollektion möchte ich heute vorstellen – scrollt einfach etwas nach unten, denn zunächst möchte ich den Besuchern, die kein Deutsch sprechen das Ganze auch noch einmal kurz erklären.

Often I am asked how I designed the models I presented during the previous years. My answers seems to be a bit lame, but this is the truth, I just try different folds until I come up with something that works. Maybe I am trying to make a special shape or like to use a special folding sequence.
When I’ve found a model that works in general, I start to optimize it – do I really need that much paper or – if it’s made of a rectangle – can it be folded out of a square too? In this time I also check for possibilities to get a colourchange, to see both sides of the paper.

Sometimes I have to accept that there are no more changes possible. But the model I’m writing about today is the total opposite.
Everything started in 2012 with a little star that I named after a dear friend Carmen’s Star. On and on again I worked on the model, to find out what else I can do with it. From time to time I got stuck, mostly because the units overlap each other. But much more often I found something new. By now I already have a nice collection of models based on the same idea.
This collection I’d like to present to you today – from now on the German and English texts are put together:

 
Den Anfang macht der Stern selbst. Man kann ihn in drei Farbvarianten falten und es gibt dazu sogar eine kleine Bastelpackung bei Schöne Papiere.de
Let’s start with the star itself. There are three colourvariations and as a special you can buy the instruction in a small craft kit on Schöne Papiere.de.


Mit ein paar weiteren Faltungen am Modell ändert sich das Erscheinungsbild des Sterns deutlich.
With some more changes on the model the appearance of the star changes a lot.


Reduziert man dagegen den Faltaufwand, kommt man zu dieser kleinen und sehr einfachen Blüte, die man auch zu einer sehr schönen Windmühle machen kann.
Less folding is possible too, this leads to a beautiful small blossom that can also be used as a beautiful pinweel.

Die Windmühle dreht sich super gut - It is spinning soooo goood

Als nächstes versuchte ich eine Kugel aus 30 Modulen zu erstellen. Es gab auch ein funktionierendes Modul – sogar zwei verschiedene – doch beide Modelle sind sehr instabil und sehen sehr schnell eher wie ein Ei aus.
The next step was to create a globe of 30 units. There is a working model – until now already two – but both of them are quite unstable and tend to get an egg-like shape.


Daher konzentrierte ich mich auf etwas anderes, auf Blüten. Das fand letzten Sommer statt,  als mir nicht so sehr nach Sternen war. Kurzerhand formte ich die Spitzen des Carmens Stern in Blütenblätter um. Ich kam gleich auf eine ganze Reihe an leicht unterschiedlichen Blüten.
So I concentrated on something different, on blossoms. This was last summer, when I couldn’t think of stars and instead shaped the tips of the Carmen’s Star like petals. I came up with a whole bunch of slightly different blossoms.















 Vier Monate später sah es dann schon wieder anders aus, da probierte ich die Technik an Papierstreifen aus und – wahrscheinlich inspiriert von der Arbeit von Hans Werner Guth – kam auf eine ganz andere Art Kugel, nicht aus 30 Modulen, sondern nur aus acht. Das geht wesentlich schneller und je nachdem, wie man sie farblich gestaltet, kann man sie als Weihnachtsbaumkugeln oder neutrale Deko verwenden.
Four months later everything had changed. This time I tried to adapt the technique on paperstrips. The result might have been influenced by Hans Werner Guth’s work, it was a globe but not made of 30 units but only of eight. This is done much quicker and, depending on the used paper, you can take it as a Christmas ball or as a neutral decoration.


Das ist es bis jetzt, doch glaubt mir, es gibt noch so viele weitere Modelle, die ich schon fertig habe, aber noch fotografieren muss oder die gerade noch in der Entwicklungsphase sind. Und wer weiß, was mir als nächstes einfällt...
So that's it for now, but there are so many more models I already made and just have to take pictures of and some that are in the developing process these days. And who knows what comes to my mind tomorrow...

Dienstag, 13. Mai 2014

Fuse-Lukasheva Globe

 Im Februar diesen Jahres habe ich eine einfache kleine Blüte gefaltet und dazu passend eine Blütenkugel. Es stellte sich heraus, dass beide Modelle schon existierten. Die Blüte war, wie ich es schon vermutet hatte, eine Variation eines Modells von Tomoko Fuse. Die Kugel ist identisch mit dem Modell „Floramia“ von Ekaterina Lukasheva.
Mittlerweile habe ich weiter mit dieser Blüte herumexperimentiert. Ziel war es dabei, die Enden der Blütenblätter frei erscheinen zu lassen. Beim Modell davor befand sich genau dort der Übergang von einer Blüte zur anderen.

Das Ergebnis bietet genau diesen Vorteil, dafür ist das Papierformat nicht ganz so einfach. Für ein Modul braucht man entweder ein Blatt mit dem Seitenverhältnis 1:3,5 oder man nimmt zwei Blätter (1:2) und setzt diese halben Module zu einem zusammen. Gerade die zweite Variante bietet aber auch den Vorteil, dass man jede Blüte in einer anderen Farbe falten kann.

Da ich über die Blüte von Tomoko Fuse und die Blütenkugel von Ekaterina Lukasheva auf dieses Modell gekommen bin, habe ich es auch nach diesen beiden benannt, die Fuse-Lukasheva Kugel.


In february this year I made a simple blossom and, using the same method, a blossom globe. As it turned out both models are already existing. The blossom is, as I expected, a variation of a model by Tomoko Fuse. The globe is identical with the model “Floramia” by Ekaterina Lukasheva.
Meanwhile I kept on experimenting with the blossom. My goal was to have free tips of the petals. The model before had the bridge from one blossom to the other at exactly this area.
The result is exactly as I wanted it to be, unfortunately the papersize isn’t so easy. For one unit you either need a sheet of paper with the ratio 1:3.5 or you take two sheet (1:2) and put these two halve units together to get one. Especially this second method has the advantage that you can make each blossom in the globe in a different colour.
Because I found this design after folding the blossom by Tomoko Fuse and the globe by Ekaterina Lukasheva, I named it the Fuse-Lukasheva Globe.

Dienstag, 6. Mai 2014

Origami Deutschland in Erkner

Letztes Wochenende fand das alljährlich Origamitreffen des deutschen Vereins in Erkner (Brandenburg) statt. Hier kommen ein paar Impressionen von der Ausstellung:

Last weekend this years meeting of the German Origami association took place in Erkner (Brandenburg). These are some pictures of the exhibition:

von/ by Daniel Chang
Origami im Koffer - Origami in a suitcase
von/ by Heike Hertlein
Origami im Käfig - Origami in a cage
von/ by Franziska Schwarz

Origami im Rahmen - Origami in a cage
von/ by Jens-Helge Dahmen
von/ by Alexander Kurth
von/ by Hilli Zenz
von/ by Jun Mitani
von/ by Christiane Bettens
Mask by Beata Kupczak
von/ by Krystyna Burczyk
von/ by Barbara Pfützner